Bänder

Entdecken Sie die am häufigsten gestellten Fragen zu unseren illbruck Bändern...


Was heißt BG1, BG2 und BGR?

BG1 (Beanspruchungsgruppe 1) ist eine der Einstufungen, die ein Dichtband nach der komplexen Prüfung nach DIN 18 542, erreichen kann. Sie bestätigt die Eignung des Dichtbandes für freibewitterte Anwendungen. Dabei ist die 600 Pa Schlagregendichte nur eine der Eigenschaften, die ein Dichtband benötigt, um nach BG1 eingestuft zu werden. Sie verlangt darüber hinaus u.a. Luftdichtigkeit, UV-Beständigkeit und Schwerentflammbarkeit des Dichtbandes.

BG2 (Beanspruchungsgruppe 2) bestätigt die Eignung für den Einsatz bei nicht freibewitterten d.h. verdeckten Anwendungen. Hier ist laut DIN 18 542 eine Schlagregendichtigkeit von 300 Pa nötig.

BG R (Beanspruchungsgruppe Raumseite) ist die Zertifizierung für luftdichte Bänder. Hier ist die Anforderung a < 0,1 m3/[h ⋅ m ⋅ (daPa)2/3]. Das sagt, dass Luftdichtheit dann vorherrscht, wenn weniger als 0,1 Kubikmeter Luft je Stunde und Meter Fuge bei 10 Pa Druck durch die Abdichtung kommt.

Was bedeutet die Bezeichnung MF1 und MF2?

Multifunktionsdichtungsbänder werden nach Art und Größe der Beanspruchungen, denen sie im eingebauten Zustand ausgesetzt sind, in die Beanspruchungsgruppen MF1 und MF2 eingeteilt.

Alle Multifunktionsdichtungsbänder müssen wie BGR Bänder luftdicht sein. Die Beanspruchungsgruppen MF1 und MF2 unterscheiden sich wie BG1 und BG2 durch UV Beständigkeit und Schlagregendichte.

Wann benötigt man ein BG1 Band?

Dies richtet sich allein danach, ob Bänder später im eingebauten Zustand stärker oder geringer Belastung durch Bewitterung ausgesetzt sind. Hier macht die DIN 18 542 klare Vorgaben. Bänder, die später frei bewittert werden, müssen die Kriterien der BG1 bzw. MF1 erfüllen. Sie haben somit auch einen Schlagregentest bis zu 600 Pa zu bestehen.

Nur in Bereichen mit geringer Witterungsbeanspruchung (z.B. Kopplungen/ unter Verleistungen) ist ein Band entsprechend BG2 oder MF2 ausreichend, für welches lediglich eine Schlagregendichtigkeit bis 300 Pa vorgeschrieben ist.

Muss oder kann man einen Dichtstoff auf ein Fugendichtband aufbringen?

Wird ein Dichtstoff auf ein komprimiertes Dichtband aufgebracht, verschließt er die Oberfläche des Bandes und verhindert so, dass Feuchtigkeit durch das Dichtband entweichen kann. Dies ist bauphysikalisch deshalb bedenklich, da angestaute Feuchtigkeit die Materialien am Bauanschluss angreift und so zu Bauschäden, wie z.B. Schimmelbildung, führen kann.

Dichtbänder sind schlagregendicht und dennoch dampfdiffusionsoffen, so dass Feuchtigkeit nach außen abgegeben wird. Der zusätzliche Arbeitsschritt der Versiegelung ist daher nicht erforderlich. Bei Verwendung eines passenden Bandes sparen Sie also Zeit und gehen auf Nummer Sicher!

Wann setze ich ein Band, wann eine Folie für die äußere Abdichtung ein?

Bei parallel verlaufenden Fugenflanken bietet sich der Einsatz von Dichtbändern an, da sich das Band gleichmäßig an beide Flanken pressen kann und so die Fuge abdichtet. Wichtig: der Einsatzbereich muss eingehalten werden!

Handelt es sich um versetzte Flanken oder verlaufen diese schräg zueinander, sind Fensterfolien besser geeignet, da sie auch an versetzten Flanken gut verklebt werden können. Jedoch müssen Folien, anders als Dichtbänder der BG1, gegen UV-Licht abgedeckt werden.

Warum zahlt sich ein hochpreisiges Band aus?

Dichtbänder werden von externen Prüfinstituten wie die MPA Bau, dem ift Rosenheim u.a. auf Ihre Leistungsfähigkeit bezüglich Schlagregen- und Luftdichtigkeit getestet. In den Prüfberichten finden Sie zuverlässige Angaben dazu, welches Produkt welche Leistungen erbringt. Sie spezifizieren die Eigenschaften eines Bandes und dienen ebenfalls als Grundlage für die Einstufung nach BG1 oder BG2 bzw. MF1 MF2.

Mit dem Freibewitterungstest durch das MPA Bau Hannover stellt illbruck TP600 illmod 600 nun seit über 24 Jahren seine Leistungsfähigkeit live unter Beweis. Denn der Prüfkörper ist im Winter Schnee und Eis, im Frühling Blütenstaub sowie im Sommer brennender Hitze ausgesetzt. Die jährliche Überprüfung bestätigt die hohe Qualität der illbruck Bänder.

Die Leistungsfähigkeit eines Dichtbandes hat entscheidende Auswirkungen: Ein qualitativ hochwertiges Band behält langfristig seine Funktionalität. Oft genügt weniger Material (eine kleinere Dimension) zur Erreichung der nötigen Dichtigkeit. Somit sparen Sie Material und Kosten. Ein solches Band zahlt sich also, trotz seines oftmals höheren Preises, langfristig für Bauherren und Verarbeiter aus. Daher geben wir unseren Premiumbändern TP600 illmod 600TP652 illmod TRIO 750 und TP654 illmod TRIO 1050 das volle Vertrauen und statten es mit der 10-jährigen Zusatzgarantie aus.

Wie ermittelt man die richtige Banddimension?

Ganz einfach: Mit unserem Tool zur Ermittlung von Banddimensionen.

Bei der Ermittlung gehen Sie wie folgt vor:

  1. Die abzudichtende Fugenbreite abmessen (nach RAL min. 8 mm).
  2. Die Banddimension so auswählen, dass das ermittelte Maß gut umschlossen wird (z.B. ermittelte Fugenbreite 8 mm = Bandbreite 7 –12 mm). So ist ausreichend Toleranz gegeben.
  3. Die Wahl der Fugentiefe richtet sich nach der Oberflächenqualität der Fugenflanken. Ist diese sehr grob oder rau (z.B. Putzoberfläche) wird ein breiteres Band benötigt als bei einer glatten Oberfläche.

Was sind imprägnierte Dichtungsbänder?

Imprägnierte Dichtungsbänder, auch Kompriband, Quellband oder komprimiertes Schaumband genannt, bestehen aus offenzelligen Schäumen, wie z.B. Polyurethan (PU). Der Polyurethanschaum wird dann mit einer Mischung von Kunstharzen imprägniert. Diese Imprägnierung verleiht den Bändern eine Reihe einzigartiger Eigenschaften:

  •  Es macht die Bänder resistent gegen Schlagregen
  •  Es wird UV- und wetterbeständig
  •  Es verleiht dem Band hervorragende thermische und akustische Eigenschaften
  •  Es bietet dauerhafte Elastizität

Wie weit kann sich ein imprägniertes Band ausdehnen?

Die meisten Bänder dehnen sich mit der Zeit auf das 4,5-fache ihrer ursprünglichen komprimierten Dicke aus. Dies ist jedoch irrelevant, den bei vollständiger Dekomprimierung entspricht das Band nicht mehr seinen zugesicherten Eigenschaften. Das Band sollte nur in den vom Hersteller vorgeschriebenen Einsatzbereichen verwendet werden. Möchten Sie sicherstellen, dass Sie die richtige Dimension verwenden? Verwenden Sie unseren Bandkalkulator.

Was bedeuten MF1 und MF2 in Bezug BG1, BG2, BGR?

MF1 beinhaltet die Eigenschaften von BG1 und BGR, wie in der DIN 18542 beschrieben. Das heißt im Groben, dass Band ist außen UV- und witterungsbeständig und mindestens 600 Pa schlagregendicht (BG1), sowie im Innenbereich luftdicht (BGR).

MF2 beinhaltet die Eigenschaften von BG2 und BGR, wie in der DIN 18542 beschrieben. Das heißt im Groben, das Band ist außen nicht bis geringfügig UV- und witterungsbeständig und schlagregendicht bis 300 Pa (BG2), sowie im Innenbereich luftdicht (BGR).

BG1 ist die Klassifizierung für ein Schaumband nach DIN 18542 für Anwendungen, die Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. 600 Pa. (kurz für Pascal, die SI-Druckeinheit) ist für die Abdichtung von Schlagregen mindestens zu erfüllen. Außerdem müssen die Bänder ein hohes Maß an UV- und Witterungsbeständigkeit aufweisen.

BG2 bestätigt die Eignung für Anwendungen, die keinen Witterungseinflüssen wie "versteckte Fugen" ausgesetzt sind. Hierfür ist nach DIN 18 542 ein Schlagregenschutz von 300 Pa erforderlich.

BGR ist die Zertifizierung für luftdichte Bänder. Hier ist die Anforderung: <0,1 m3 / [h⋅m⋅ (Dapa) 2/3]. Das Schaumband ist luftdicht bis maximal 0,1 m3 Luft, 10 Pa pro Stunde und Laufmeter.

Die einzelnen Eigenschaften befinden sich in der DIN 18542, Ausgabe 2020-04, Seite 14.

Wie und wie lange kann ich Dichtungsbänder lagern?

Die Lagerzeit ist produktabhängig und liegt zwischen 12 und 24 Monaten. Sehen Sie sich dazu immer die technischen Datenblätter an. Bewahren Sie das Band in der Originalverpackung an einem kühlen, trockenen Ort bei einer Temperatur zwischen + 1 °C und + 20 °C auf. Ein gekühltes Band dehnt sich während der Verarbeitung auch langsamer aus. Lagern und transportieren Sie einzelne Rollen flach mit vollem Kontakt zum Untergrund. Lagern Sie die Kartons nur aufrecht (Rolle muss flach drin liegen).

Können imprägnierte Dichtungsbänder bei niedrigen Temperaturen verwendet werden?

Die Temperatur, bei der imprägnierte Dichtungsbänder gelagert und verarbeitet werden, beeinflusst die Ausdehnung des Bandes. Imprägnierte Dichtungsbänder sind sehr gut für den Einsatz bei kaltem Wetter geeignet. Dadurch dehnt sich das Band langsamer aus, sodass Sie mehr Zeit haben, das Band zu verarbeiten.

Können imprägnierte Dichtungsbänder bei hohen Temperaturen verwendet werden?

Imprägnierte Dichtungsbänder dehnen sich bei höheren Temperaturen schneller aus. Ein gekühltes Band dehnt sich während der Verarbeitung langsamer aus. Wir empfehlen daher, das Band an einem kühlen und trockenen Ort bei einer Temperatur zwischen + 1 °C und + 20 °C zu lagern.

Sind Dichtungsbänder UV-beständig?

Das kommt auf die Klassifizierung an.

BG1 Dichtungsbänder - Ja, sie sind UV-beständig.
BG2 Dichtungsbänder - Nein, sind nicht bis geringfügig UV-beständig.

Kann ich imprägnierte Dichtungsbänder bei niedrigen Temperaturen bzw. im Winter verwenden?

Die Temperatur, bei der imprägnierte Dichtungsbänder gelagert und verarbeitet werden, beeinflusst die Ausdehnung des Bandes. Imprägnierte Dichtungsbänder sind sehr gut für den Einsatz bei kaltem Wetter geeignet. Dadurch dehnt sich das Band langsamer aus, sodass Sie mehr Zeit haben, das Band zu verarbeiten.

Kann ich imprägnierte Dichtungsbänder bei hohen Temperaturen bzw. im Sommer verwenden?

Imprägnierte Dichtungsbänder dehnen sich bei höheren Temperaturen schneller aus. Ein gekühltes Band dehnt sich während der Verarbeitung langsamer aus. Wir empfehlen daher, das Band an einem kühlen und trockenen Ort bei einer Temperatur zwischen + 1 °C und + 20 °C zu lagern.