Frauenkirche Dresden

Sichere Fugenabdichtung am Kuppelanlauf

Vor fast zehn Jahren begann der Wiederaufbau der kurz vor Kriegsende durch Bombenangriffe zerstörten Frauenkirche in Dresden. 2003 wurden die Steinbauarbeiten an der Kuppel abgeschlossen, welche nun wieder als Wahrzeichen über der sächsischen Landeshauptstadt schwebt. Für die schwierige Fugenabdichtung am Kuppelanlauf entwickelte die tremco illbruck eine adäquate Lösung.

Schwierige Ausgangslage

Für die typische Glockenform der Kuppel der Frauenkirche sorgt ihr geschwungener Anlauf. Er ist mit Sandsteinplatten eingedeckt, die bei einer Gesamtfläche von ca. 650 m² eine Fugenlänge von über 2000 m aufweisen. Die Kuppel (ca. 1300 m²) entwässert vollständig über den Anlauf, für dessen fachgerechte Abdichtung eine baustoffgerechte Lösung gefunden werden musste. Denn die Abdichtung sollte zugleich dauerhaft sicher sein und die natürliche Patinierung des Sandsteins nicht beeinträchtigen. Deshalb waren das Auftragen von Grundierungen und Beschichtungen sowie einige Dichtstoffe von vornherein ausgeschlossen. Bei der Ausschreibung wurde außerdem eine langfristige Funktionsgarantie von Herstellerseite gefordert.

Individuelle Problemlösung

Mit einer überzeugenden, individuellen Problemlösung gewann tremco illbbruck die Ausschreibung: In Bodenwöhr, einem der Entwicklungs- und Produktionsstandorte wurden die baulichen und klimatischen Bedingungen am Kuppelanlauf mit originalgetreuem Sandstein und entsprechenden Fugendimensionen in einer Klimakammer nachgestellt. Als dauerhaft wirksam unter Wechseltemperatur­belastung erwies sich die Abdichtung mit dem diffusionsoffenen, bis 600 Pa schlagregensicheren Dichtungsband illmod 600. Der Versuch zeigte auch, dass die Imprägnierung des vorkomprimierten Bandes nicht in den Sandstein wandert. Bei fachgerechter Verarbeitung gewährt tremco illbruck auf dieses seit 1995 von der MPA Bau Hannover güteüberwachte Dichtungsband eine Funktionsgarantie von zehn Jahren.

Fugentiefe fixiert

Die Ausführung übernahm die Dresdner Firma Oschatz & Partner, die aufgrund der starken Steigung am Kuppelanlauf mit spezieller Sicherungstechnik arbeiten musste. Vor dem Einbringen von TP600 illmod 600 wurde die Fugentiefe mit einer geschlossenzelligen illbruck PE-Rundschnur als „verlorene Schalung“ fixiert.

Die Dimensionierung des stark vorkomprimierten Bands passten die Verarbeiter stets so an die Fugenbreite an, dass es nur um maximal 3 mm expandieren konnte: So wurde für die 40 mm tiefe und 10 mm breite Fugen beispielsweise die Dimension 40/7-12 und für 13 mm breite Fugen die Dimension 40/10-18 gewählt. Durch die hohe Komprimierung ist langfristig eine sichere Auflage an den Fugenflanken und somit eine hohe Dichtigkeit gewährleistet.

Die Fugenabdichtung mit TP600 illmod 600 am Kuppelanlauf leitet das Wasser sicher und ohne chemische Wechselwirkung mit dem Sandstein ab. Die sehr starke Komprimierung garantiert eine hohe Dichtigkeit und lange Lebensdauer des Materials.